Mittwoch, 28. Juni 2017

Sechs Monate Stille

Wenn ich mir meine letzten Posts 2016 ansehe, mache ich mir Sorgen um die traurige Person, die sie geschrieben hat und frage mich, ob es ihr besser geht, ob sie in den letzten Monaten wieder Kraft und Ruhe und ein kleines bisschen Glück gefunden hat.





Die Antwort ist schwierig. Wie immer ging es noch ein Stück weiter bergab, bevor ich anfangen konnte, mich aus dem Tief herauszugraben. In den ersten Monaten 2017 habe ich noch mehr gezweifelt, noch mehr abgenommen und noch mehr nach Auswegen gesucht. Dann kam Gott sei Dank der Frühling, und dem konnte ich noch nie widerstehen.


Was hab ich gemacht?

In der Zwischenzeit wurden: eine Bachelorarbeit geschrieben, viel gewandert, viel Zeit mit netten Leuten verbracht, eine Prüfung bestanden, eine andere beantragt, ein Berg bestiegen, Höhenangst an einem steilen Abgrund bekämpft, zwei Paar Schuhe gekauft, zwei alte Freundschaften wiederbelebt und eine neue gewonnen, eine komplette Serie durchgeschaut, ein Paar Socken gestrickt, ein Pullover angefangen, zweitausendfünfhundertdreiundsechzig Liter Kaffee getrunken (Schätzwert), vierundzwanzig Margaritas getrunken (exakter Wert), dreißig Meter geschwommen, ein Regal und ein Katzenklo gekauft und nicht zuletzt zu drei verschiedenen Gelegenheiten Ziegen gestreichelt.


Was mach ich jetzt?

In den nächsten Monaten steht viel an. Vor allem natürlich das Studium beenden. Bis auf das verdammte Latinum und die eigentliche Bachelornote ist alles im Kasten, wird zusammengepuzzelt und zu einem wackeligen Ganzen verbacken. Dann geht's von vorn los: Für den Master bewerben, BaföG beantragen, Semester planen, Hindernisse überwinden.

Und hoffentlich ab und zu die Seele baumeln lassen.
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