Donnerstag, 20. August 2015

Grüne Smoothies

Ich neige ja eigentlich dazu, Trends, erst recht Food-Trends, grundsätzlich schon mal doof zu finden. Rohes Gemüse und Obst zusammen zu pürieren, erschien mir außerdem wenig appetitanregend. Da ich aber Smoothies mag, einen Smoothie-Mixer besitze und ab und zu gerne experimentiere, wollte ich wenigstens mal wissen, worum es eigentlich geht.


(c) Bild: http://www.ajoure.de/



Was sind Grüne Smoothies?

50% Grün & 50% Frucht sowie etwas Wasser (stilles Mineralwasser, Heilwasser oder gefiltertes Wasser), püriert in einem Hochleistungsmixer – so lautet die einfache Zubereitungsformel für Grünen Smoothies.
gruenesmoothies.de

Das ist auch schon das ganze Geheimnis: Grüne Smoothies sind flüssige Rohkost. Durch das Pürieren werden, so munkelt man, die Pflanzenbestandteile verdaulicher und Vitamine, Ballaststoffe und, so spottet man, Feenstaub können vom Körper optimal aufgenommen werden; das energieaufwendige Zersetzen der zähen Zellulose fällt weg.

Schmeckt das denn?

Das war meine größte Sorge, und viele, die sich zu unüberlegt an grüne Smoothies wagen, sind schnell enttäuscht von den starken Eigengeschmäckern der Pflanzenteile. Darum sollte man als "Anfänger" den Blattanteil bei 20% (Volumen, nicht Gewicht) belassen. Auch sollte man sich gut mit dem Aroma der verwendeten Blätter befassen. Wildkräuter zum Beispiel schmecken sehr intensiv und in größeren Mengen bitter. 

Ebenfalls wichtig ist es, nicht zu viele verschiedene Zutaten zu kombinieren, damit es am Ende nicht einfach nur undefinierbar grasig schmeckt. Am Anfang habe ich einfach in meinen Standard-Apfel-Mango-Smoothie einige tiefgefrorene Blätter Spinat gegeben (ungewürzt, natürlich). Dadurch wurde er nur leicht grünlich, schmeckte immer noch angenehm süß mit einer dezenten "Moder"-Note.

Spinat ist auch weiter mein Favorit, die meisten anderen Blattgemüse schmecken mir zu sehr nach Wiese und "echtes" Gemüse wie Brokkoli (der durch das sorgfältige Zerkleinern viel verdaulicher ist) hat meist einen starken Eigengeschmack, auf den ich nicht immer Lust habe.

Tolle Rezepte findet man übrigens hier und hier.

Und dann?

Ein Smoothie ist kein Getränk im herkömmlichen Sinne, er ist eine (Zwischen)Mahlzeit. Das gilt auch und besonders für Grüne Smoothies.

Für diese wird empfohlen, sie als Frühstück zu sich zu nehmen, um ideal gerüstet in den Tag zu starten. Da ich das Frühstück als unwichtigste Mahlzeit des Tages empfinde und morgens "nüchtern" das Haus verlasse, nehme ich mir meistens einen fertigen Smoothie mit in die Uni. Dafür sind sie ideal, solange ich daran denke, dass grüne Pflanzenfasern gern mal zwischen den Zähnen hängen bleiben.

Da Koffein mein derzeit einziger Luxus ist, habe ich mich auch daran versucht, Guarana in den Smoothie zu mixen, statt einen süßen Milchkaffee zu trinken, fand das aber extrem unbefriedigend und auch zu bitter im Geschmack; auch wenn Milchprodukte sich nicht gut mit der Verwertung einiger wichtiger Stoffe vertragen und gerade die Aufnahme von Eisen, das mir permanent fehlt, bremsen, bleibe ich also bei meinem Kaffee.

Man muss es ja schließlich nicht übertreiben mit der Gesundheit.

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